Transparent
Mich der Welt zumuten
Das ist
keine gute Idee
Ich störe,
falle auf,
bin falsch.
Am besten
wäre ich
durchsichtig
Mich der Welt zumuten
Das ist
keine gute Idee
Ich störe,
falle auf,
bin falsch.
Am besten
wäre ich
durchsichtig
Schrei nicht, kleines.
Niemand wird Dich hören.
Schrei nicht, kleines.
Sonst bring ich Dich zum Schweigen.
Schrei nicht, kleines.
Sonst musst Du weg.
Manchmol denk e,
dass e het solla,
dass bessr gwä wär,
wenne het,
aber sell
hane net wella
domols
oms verrecka net.
Drom isch heit halt
grad wies isch,
do machsch
nix mee dro.
Basst scho.
Muss bassa.
Oder basst et,
bleibt ällweil.
Gegen die
bunte Fantasiewelt
in meinem Innern
sieht die Realität
ganz schön
alt aus
Mein Leben ist wie
heulende Sirenen
Soldaten mit Maschinengewehren, die vorbeirennen
Bombenexplosionen im Nachbarhaus
Feuer und Qualm überall
die Erde bebt
Gewitter und Sturm
Eiseskälte und Regen, der mich durchnässt
und kein Ort, wo ich sicher wäre
So ist es,
so lange ich denken kann.
Blinde Panik,
egal
wie friedlich es
außen aussehen mag.
Wer fällt, ist frei
Wer frei ist, kann fallen
Wer nicht fallen will, ist unfrei
Die Wunden scheinen verheilt
Du siehst mich lächeln
Geht schon sag ich
Was soll ich auch
sonst sagen?
Dass innen alles tot ist?
Dass alles abgebrannt ist, was mal ich war?
Dass die Wunde mein ganzes Inneres ausmacht?
Dass ich nicht glaube, dass das heilen kann?
Würdest Du das ertragen?
Würde ich das ertragen?
Und:
würde das helfen?
Also schweige ich.
Und wenn ich es mir ganz doll vorstelle
fühlt es sich fast
Wie leben an.
Manchmal
muss ER Dir alles wegnehmen,
musst Du erst fett scheitern,
müssen all Deine Pläne zunichte werden,
damit Du sehen kannst:
darauf kommt’s nicht an.
Dann kannst Du frei werden,
ein kleines Stück mehr und
merken
wie reich Du beschenkt wirst.
Es ist nicht, dass Du mich nicht ansiehst,
das ist es nicht.
Nicht, dass Du mich nicht berührst.
Aber Du tust es nicht mehr wie Du
es damals getan hast.
Da ist kein Begehren in Deinem Blick.
Ich weiß es
ich achte es
ich verstehe es gut
und doch
Sehnsucht lässt sich
nicht zum schweigen bringen
sie schmerzt
bohrend
Wer Menschen
knechten will, der
lässt sie
Angst haben.
Wer Menschen
knechten will, der
hält sie
beschäftigt.
Wer Menschen
knechten will, der
ist der Feind
der Klarheit