Freier Fall
Wer fällt, ist frei
Wer frei ist, kann fallen
Wer nicht fallen will, ist unfrei
Wer fällt, ist frei
Wer frei ist, kann fallen
Wer nicht fallen will, ist unfrei
Die Wunden scheinen verheilt
Du siehst mich lächeln
Geht schon sag ich
Was soll ich auch
sonst sagen?
Dass innen alles tot ist?
Dass alles abgebrannt ist, was mal ich war?
Dass die Wunde mein ganzes Inneres ausmacht?
Dass ich nicht glaube, dass das heilen kann?
Würdest Du das ertragen?
Würde ich das ertragen?
Und:
würde das helfen?
Also schweige ich.
Und wenn ich es mir ganz doll vorstelle
fühlt es sich fast
Wie leben an.
Manchmal
muss ER Dir alles wegnehmen,
musst Du erst fett scheitern,
müssen all Deine Pläne zunichte werden,
damit Du sehen kannst:
darauf kommt’s nicht an.
Dann kannst Du frei werden,
ein kleines Stück mehr und
merken
wie reich Du beschenkt wirst.
Es ist nicht, dass Du mich nicht ansiehst,
das ist es nicht.
Nicht, dass Du mich nicht berührst.
Aber Du tust es nicht mehr wie Du
es damals getan hast.
Da ist kein Begehren in Deinem Blick.
Ich weiß es
ich achte es
ich verstehe es gut
und doch
Sehnsucht lässt sich
nicht zum schweigen bringen
sie schmerzt
bohrend
Wer Menschen
knechten will, der
lässt sie
Angst haben.
Wer Menschen
knechten will, der
hält sie
beschäftigt.
Wer Menschen
knechten will, der
ist der Feind
der Klarheit
Für mich würde Freiheit bedeuten
freiwillig unfrei sein dürfen
den Wert der Freiheit hinterfragen dürfen
Freiheit als Unfreiheit ansehen dürfen
Wie viel Freiheit erträgst Du?
Wenn Realität eine Konstruktion ist,
Wissen Selbstüberschätzung,
wenn die Sinne trügen,
und Logik aufs Glatteis führt,
wenn nichts, einfach nichts
je Sicherheit geben kann.
Wann lernen wir
loslassen?
Wenn alle schweigen
würden, die
nichts zu
sagen
haben
wärs
verdammt
still manchmal.
Bärenklau
Märzenbecher
Stieleiche
Ein Traum
ist ein
Traum ist ein
Traum